Marek Torcík
Auf einem nächtlichen Spaziergang finden Adam und Sára am Stadtrand ein kleines, stilles Wesen. Das junge Paar entscheidet sich, das Geschöpf, das sie Flora nennen, erst einmal zu sich zu nehmen.
Sie bringen es in die nahegelegene Datsche von Adams verstorbener Großmutter, die mitten in einem dystopischen, von der Stadtverwaltung abgesperrten Areal liegt. Sara entwickelt sofort
Muttergefühle für das schnell wachsende Wesen und will in der
Datsche bleiben, um es vor der Welt zu schützen, während Adam eine wachsende Distanz verspürt. Das Kleine wird ihm zunehmend unheimlich. Als seltsame Dinge geschehen, regt sich bei Adam ein
furchtbarer Verdacht — doch was steckt wirklich dahinter?
Jonáš Zbořil vertraut in seinem ersten Roman auf die Kraft der Fantasie. Er erzählt eine Geschichte aus einer nur leicht verschobenen Gegenwart, in der wir nicht mehr überblicken, wer unser
Dasein bestimmt, wie grundlegend wir die Natur verändern und wie sehr künstliche Intelligenzen Einfluss nehmen. Und er stellt die Frage, wie man als Paar mit der eigenen Elternschaft und den
damit einhergehenden zwiespältigen Gefühlen und Dynamiken umgeht
und trotz allem Empathie für ein fremdes Wesen entwickeln kann.
Aus dem Tschechischen von Sophia Marzolff.
Auch als E-Book erhältlich.
ISBN 978-3-912563-00-9
22,00 €
inkl. MwSt, versandkostenfrei in bestimmte Länder
Versandkostenfrei in folgende Länder: Deutschland Mehr anzeigen Weniger anzeigen
Jonáš Zbořil (*1988) ist Schriftsteller, Dichter und Journalist. Er studierte Tschechische und Englische Literatur in Prag. Seit 2022 leitet er die Kulturredaktion der Webseite »Seznam Zprávy«. Im Jahr 2013 veröffentlichte er den Gedichtband »Podolí«, der für den Jiří-Orten-Preis und den Magnesia-Litera-Preis als Entdeckung des Jahres nominiert wurde. 2022 veröffentlichte er den Lyrikband »Nová divočina« (»Die neue Wildnis«).
Der Roman »Flora« ist sein Prosa-Debüt.
